Bremens bekannteste Giftmörderin (1785 - 1831)

Gesche Margarethe Gottfried, geb. Timm, wurde am 6. März 1785 in Bremen geboren. Über ihre Kinder- und Jugendzeit ist weitestgehend wenig bekannt. Sie besuchte die Klippschule, danach die Ansgari-Kirchspiel-Schule und ging zum Religionsunterricht in den Dom. Ansonsten wuchs Gesche Margarethe Timm in ärmlichen Verhältnissen auf.

5 Kinder von denen drei vorerst überlebten, aber später starben. Nach Johanns Tod bändelte die verwitwete Miltenberg mit dem Weinhändler Michael Christoph Gottfried an, welchen sie 1817 auf seinem Totenbett heiratete. 1822 verlobte sich die zweifache Witwe mit dem Modehändler Paul Thomas Zimmermann, dieser starb schon ein Jahr später, bedachte sie jedoch in seinem Testament. Kurz nachdem Gesche Gottfried eine Stellung als Haushaltshilfe gegen Kost und Logis antrat, starb die Hausherrin ebenso plötzlich, wie ein Gläubiger Gesches, nach ihrem Besuch.

Gesche Gottfried hatte derzeit einen untadeligen Ruf und manche Bremer bedauerten sie für den Verlust der vielen Freunde und Verwandten, welche sie aufopfernd bis zu deren Tode pflegte. Man gab ihr den Beinamen "Engel von Bremen". Erst an ihrem 43. Geburtstag im Jahre 1828, wurde Gesche Gottfried verhaftet. Der Vorwurf: Sie solle 15 Personen aus ihrer Umgebung mit Mäusebutter – Schmalz mit Arsenik – vergiftet haben. Am 21. April 1831 wurde Gesche Gottfried als letzte Person in der Bremer Geschichte öffentlich auf dem Domshof hingerichtet.

Warum Gesche Gottfried, die vielfache Giftmörderin, zu den beliebtesten Figuren im Bremer Geschichtenhaus gehört, können wir auch nicht erklären. Es scheint, als wäre ihr die Zuneigung der Bremer, die sie einst wegen ihrer hingebungsvollen Pflege, die sie ihren Opfern angedeihen ließ, den "Engel von Bremen" nannten, bis heute erhalten geblieben. Und eine reizende Dame ist sie ja wirklich immer noch... Es wird wohl das Beste sein, wenn Sie sich einen persönlichen Eindruck verschaffen. Nur keine Angst!

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